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Island

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Überblick

Island ist ein Inselstaat im Nordatlantik, in dem vulkanischer Untergrund, Gletscher, schwarze Sandküsten, heiße Quellen, Wasserfälle, Fischerorte und das kompakte Reykjavík auf relativ kleinem Raum zusammenkommen. Es ist eines der markantesten Roadtrip-Ziele Europas, belohnt aber sorgfältige Planung: Das Wetter schlägt schnell um, Entfernungen fühlen sich länger an, als sie auf der Karte wirken, und einige Hochlandrouten sind nur saisonal befahrbar.

Warum hinfahren

Vor allem wegen der Landschaften, die sich oft innerhalb eines einzigen Tages stark verändern. Eine erste Reise kann Reykjavík, den Golden Circle, die Südküste, Geothermalbäder und Szenerie am Gletscherrand verbinden, ohne die ganze Insel zu umrunden. Längere Reisen eröffnen die Ringstraße, Nordisland, die Westfjorde, Ostisland und ruhigere Halbinseln, auf denen schon das Fahren selbst Teil des Erlebnisses ist.

landscape photo of Aurora lightsPhoto by Nicolas J Leclercq on Unsplash

Island passt auch gut zu Reisenden, die klare Kontraste mögen. Der Sommer bringt lange Tage, brütende Seevögel, Zugang zu Wanderwegen und einfachere Straßenverhältnisse. Der Winter bringt dunklere Himmel, Chancen auf Nordlichter, Eishöhlen mit geführten Anbietern, verschneite Landschaften und anspruchsvolleres Fahren.

Beste Reisezeit

Von Juni bis August ist die einfachste Saison für umfangreiches Reisen, mit dem längsten Tageslicht, den mildesten Bedingungen und den besten Chancen auf offene Hochlandstraßen. Gleichzeitig ist dies die geschäftigste und teuerste Zeit an bekannten Sehenswürdigkeiten.

Mai, Anfang Juni, September und Oktober können gute Kompromissmonate sein, wenn man weniger Menschenmengen und starke Bedingungen für Fotografie sucht, auch wenn das Wetter wechselhaft bleibt. Reisen zu den Nordlichtern werden meist für die dunkleren Monate vom Herbst bis in den frühen Frühling geplant. Winterreisen sollten langsamer und flexibler angelegt werden, weil Stürme, Sperrungen und kurze Tage eine Reiseroute stark verändern können.

Gegenden oder nahe Orte, die man kennen sollte

herd of white and brown donkeys on snow-covered landPhoto by redcharlie on Unsplash

Reykjavík ist die wichtigste Ankunftsbasis und das kulturelle Zentrum des Landes. Der Golden Circle verbindet Þingvellir, Geysir und Gullfoss auf einer beliebten Runde ab dem Großraum der Hauptstadt. Die Südküste ist bekannt für Wasserfälle, schwarze Sandstrände, Klippen und Gletscherblicke. Die Ringstraße umrundet einen großen Teil der Insel und verbindet Osten, Norden und Süden, während die Westfjorde und die Halbinsel Snæfellsnes langsamere, abgeschiedenere Routen bieten.

landscape photography of river in the middle of mountainsPhoto by Daniel Schoibl on Unsplash

Der internationale Flughafen Keflavík liegt auf der Halbinsel Reykjanes, nicht im Zentrum von Reykjavík. Viele Reisende kombinieren An- oder Abreisetage mit den Lavafeldern, der Küste oder Geothermalbädern der Halbinsel.

Fortbewegung

Ein Mietwagen ist die flexibelste Art, Island außerhalb von Reykjavík zu erkunden, besonders für die Ringstraße, die Südküste, Snæfellsnes und Nordisland. Die Ringstraße, Route 1, ist die wichtigste Rundstrecke, aber Abstecher können erheblich Zeit kosten. Im Winter sollten die täglichen Fahrstrecken kürzer sein, und Straßen- sowie Wetterbedingungen sollten vor jeder Fahrt geprüft werden.

aerial view photography of white and red concrete house near villagePhoto by Jon Flobrant on Unsplash

Wer nicht selbst fahren möchte, kann sich in Reykjavík einquartieren und geführte Tagesausflüge für den Golden Circle, die Südküste, Nordlicht-Touren, Geothermalbäder und einige Gletscheraktivitäten nutzen. Inlandsflüge und Busse können bei größeren Distanzen helfen, ersetzen aber die Flexibilität eines Autos in ländlichen Regionen nicht.

Praktische Hinweise

Island ist für Reisende im Allgemeinen sicher, aber die praktischen Risiken sind real: schnell wechselndes Wetter, kalter Wind, Brandung an offenen Stränden, geothermischer Untergrund, Flussdurchquerungen auf Bergstraßen, Erdbeben und vulkanische Aktivität. Prüfen Sie während der Reise Safetravel, die Straßenlage und die Wettervorhersagen, nicht nur vor der Abreise.

Essen, Kraftstoff, Unterkünfte und Touren sind im Vergleich zu vielen europäischen Maßstäben teuer. Buchen Sie beliebte Sommerunterkünfte frühzeitig, planen Sie Tankstopps in abgelegenen Regionen und betrachten Sie geführten Zugang zu Gletschern, Eishöhlen, Schneemobiltouren und Lava-Gebieten eher als Sicherheitsentscheidung denn als optionalen Zusatz.

Hinweise und Abwägungen

Die bekanntesten Orte können sich in der Hochsaison überlaufen anfühlen, besonders in der Nähe von Reykjavík und entlang der Südküste. Die Westfjorde, Ostisland und Teile Nordislands wirken ruhiger, erfordern aber mehr Zeit und mehr Fahrstrecke.

Planen Sie keine straffe Reiseroute rund um perfektes Wetter. Island ist oft dann am besten, wenn der Plan Spielraum hat: eine flexible zusätzliche Nacht, ein kürzerer Fahrtag oder eine Ausweichaktivität können wichtiger sein, als noch einen weiteren berühmten Halt einzubauen.

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