Nordlichter
Nordlichter
Das Polarlicht entsteht, wenn geladene Teilchen der Sonne mit der oberen Atmosphäre der Erde wechselwirken. Grün ist am häufigsten; bei stärkeren Erscheinungen können auch rote und violette Farben sowie sich schnell bewegende Lichtvorhänge auftreten. Kameras nehmen oft intensivere Farben auf als das menschliche Auge, doch ein helles Polarlicht ist auch mit bloßem Auge unverkennbar.
Wann reisen?
Plane für dunkle Nächte zwischen September und März. Der Hochwinter bietet die längste Dunkelheit und verschneite Landschaften, während Februar und März mehr Tageslicht für Aktivitäten am Tag bringen. Bleib mindestens drei Nächte – fünf oder mehr erhöhen die Chance, dass Wetter und Sonnenaktivität gleichzeitig mitspielen. Kein Reiseziel und keine Vorhersage können eine Sichtung garantieren.
Wohin reisen?
Der beste Ausgangspunkt verbindet häufige Dunkelheit und gute Chancen auf klaren Himmel mit lohnenswerten Aktivitäten für bewölkte Nächte.
- Abisko und Kiruna: Schwedisch-Lappland bietet kontinentales Wetter, eine dunkle Umgebung und leichten Zugang zu winterlichen Landschaften. Das nahe gelegene Jukkasjärvi und das Icehotel sind gute Ergänzungen.
- Tromsø: Ein gut erreichbarer norwegischer Ausgangspunkt mit Guides, die bei klarerem Wetter ins Landesinnere fahren können.
- Inari, Saariselkä, Levi, Ylläs und Rovaniemi: Finnisch-Lappland verbindet dunkle Wälder und zugefrorene Seen mit einer komfortablen touristischen Infrastruktur.
- Akureyri und Islands Nationalparks: Island bietet vulkanische Landschaften, doch die schnell wechselnde Bewölkung und der Wind belohnen eine flexible Reiseplanung.
- Gällivare, Jokkmokk und Riksgränsen: Ruhigere Alternativen im Norden für Reisende, die weite Landschaften und weniger Stadtlicht bevorzugen.
So verbesserst du deine Chancen
Prüfe zuerst die Bewölkung und danach die Polarlichtvorhersage. Entferne dich von Straßenlaternen, gib deinen Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und behalte den nördlichen Himmel im Blick – aber denk daran, dass sich ein aktives Polarlicht über den gesamten Himmel ausbreiten oder in jede Richtung erscheinen kann. Eine geführte Tour zur Polarlichtsuche ist hilfreich, wenn das Wetter in einem großen Gebiet unterschiedlich ist; Individualreisende sollten unbekannte Winterstraßen bei schlechten Bedingungen meiden.
Kleide dich darauf ein, stillzustehen: Isolierte Schuhe, mehrere Kleidungsschichten, warme Handschuhe und eine winddichte Außenschicht sind wichtiger als bei einem kurzen Spaziergang. Nimm ein geladenes Handy oder eine Kamera sowie ein Stativ mit, aber verbringe auch Zeit damit, das Polarlicht ohne Bildschirm zu beobachten.
Erwartungen realistisch halten
Ein klarer Himmel ist unerlässlich, die Sonnenaktivität kann sich schnell ändern, und schwache Polarlichter können blass oder silbrig wirken. Plane die Reise rund um ein lohnenswertes arktisches Reiseziel statt um eine einzelne versprochene Sichtung. Geduld, mehrere Nächte und Flexibilität sind die zuverlässigsten Voraussetzungen.